Speichenbruch (Distale Radius Fraktur)

Der Knochenbruch des unteren Speichenendes (distale Radiusfraktur) ist eine der häufigsten knöchernen Verletzungen. Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung der normalen Form und Funktion des Gelenkes. Gerade verschobene (dislozierte) Anteile müssen stabil eingerichtet werden. Eine Gipsbehandlung kann hier in vielen Fällen ausreichend sein.

Instabile Bruchformen erfordern nach dem Einrichten (Reposition) allerdings eine sicherere Führung der Bruchanteile während der Knochenheilung, da die Gefahr eines erneuten Abrutschens (Redislokation) des Bruches oder Sinterungen mit Fehlheilung besteht. Deshalb wird vielfach die direkte operative Fixation (Osteosynthese) der Bruchfragmente mit Drähten, Platten oder Schrauben oder die indirekte Schienung mit einem äußeren Stabilisator (Fixateur externe) durchgeführt.

Eine zusätzliche Gipsbehandlung kann dann verkürzt werden oder sogar ganz entfallen. Neuere winkelstabile Platten lassen auch eine raschere Beübung nach dem Eingriff zu. Manche Gelenkbrüche lassen sich auch unter arthroskopischer Sicht minimalinvasiv behandeln.

Die Operation kann je nach Wunsch in einer Regionalanästhesie oder Vollnarkose erfolgen. Die Behandlungsdauer beträgt durchschnittlich 1 bis 3 Monate.