Arthrose des Schultergelenks (Omarthrose)

Unterschiedliche Ursachen können zu Veränderungen der Gelenkflächen mit Knorpelabbau (Arthrose) führen. Vielfach sind Oberarmtrümmerbrüche, langjährige Medikamenteneinnahmen oder Schulterverrenkungen Ursachen des Knorpelverschleißes. Die meisten Arthrosen treten jedoch ohne erkennbare Ursachen auf. Schmerzen nach Belastungen und starke Bewegungseinschränkungen sind häufig charakteristische Zeichen. Können die Schmerzen nicht mehr ohne Schmerzmittel oder Injektionen (Kortison oder Hyaluronsäure) ertragen werden, sollte hier der Gelenkersatz (Endoprothese) als wichtige Therapieoption angesprochen werden.

Welches Prothesenmodell (Total-, Hemi-, Cup-, Kalotten- oder Inverse Prothese) zum Einsatz kommt, hängt von der Art und dem Stadium der Arthrose sowie von dem Zustand des Weichteilmantels ab.

Die Eingriffe werden stationär (ein bis zwei Wochen) in einem Schulterzentrum von einem Schulterspezialisten durchgeführt. Die Nachbehandlung beträgt 3 bis 9 Monate. Der Arbeitsausfall beträgt bei leichter Arbeit 6 Wochen, bei schwerer Tätigkeit über 3 Monate. Jährliche Kontrollen der Implantate sind zur Überprüfung von eventuellen Lockerungen oder Materialverschleiß sinnvoll.