Ortho-M Dres. Klein • Noe • Kettler

Schulter

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Erkrankung und Verletzungen an der Schulter und den angrenzenden Knochen- und Weichteilstrukturen.
Die Probleme oder Schmerzen können dementsprechend auch diverse Ursachen haben. Nicht alle Beschwerden werden auch im Schultergelenk wahr genommen, sondern können auch in den Arm oder Hals ausstrahlen. Entsprechend wichtig ist eine exakte Untersuchung und Diagnosestellung, um möglichst sinnvoll therapieren zu können. Dies gilt für die häufig auftretenden Schmerzsyndrome unter dem Schulterdach, wie auch für Sportlerverletzungen, besonders im Ball- und Klettersport. In erster Linie wird versucht, mit nicht operativen (konservativen) Maßnahmen eine Verbesserung zu erzielen. Bleibt ein Erfolg aus, kommen operative Verfahren in Betracht. Hier ist ein wesentlicher Schwerpunkt einer modernen Schulterabteilung die arthroskopische Naht von Sehnenverletzungen und Verrenkungsfolgen. Die Behandlung eines Knochenbruches am Oberarmkopf, dem Schlüsselbein oder der Gelenkpfanne kann mit minimalinvasiven Techniken schmerzarm durchgeführt werden. Die schmerzhafte Arthrose des Schultergelenkes lässt sich mit modularen Schulterprothesen – angepasst an die individuellen Gegebenheiten – therapieren.

Ein häufiges Problem der Schulter ist das schmerzhafte Engpass-Syndrom (Impingement). Durch entzündliche Veränderungen des Schleimbeutels (Bursa) und der Sehnen der Rotatorenmanschette im engen Gleitraum zwischen dem Schulterdach (Acromion) und dem Oberarmkopf (Humerus), bestehen bewegungsabhängige Schmerzen, die meist in den Oberarm ausstrahlen. Die Entzündung kann in vielen Fällen durch konservative Maßnahmen (Medikamente,Injektionen, Krankengymnastik) behandelt werden.  Nur falls kein Erfolg mit nicht operativen Maßnahmen eintritt, wird eine Gelenkspiegelung mit Erweiterungsplastik (Acromioplastik) erwogen. Der Vorteil ist neben der geringen Invasivität (kleine Hautschnitte von 1cm) die Behandlung von Veränderungen mit Krankheitswert im gleichen Eingriff. Mit entsprechenden kleinen Instrumenten können diese Veränderungen beseitigt oder auch abgerissene Strukturen wieder befestigt werden. Durch muskelschonende Vorgehensweisen bestehen geringere Schmerzen und die Nachbehandlung kann rascher eingeleitet werden.
  • Der Eingriff erfolgt meist ambulant.
  • Die krankengymnastische Behandlung läuft über 3-12 Wochen, der Sportbeginn ist nach ca. 3 Wochen möglich.
  • Der Arbeitsausfall beträgt bei leichter Arbeit 1-2 Wochen, bei schwerer Tätigkeit über 6 Wochen.

Beschwerden im kleinen Schultereckgelenk (Acromioclavikulargelenk) sind häufig Folgen abnützungsbedingter Veränderungen oder nach Unfällen. Hier wird in erster Linie mit konservativen Maßnahmen (Medikamente, Injektionen oder physikalische Therapie) behandelt.

Nur bei Versagen wird die arthroskopische Gelenkentfernung (Resektion) zur Schmerzlinderung erwogen.

Hierbei wird mit einer kleinen Fräse das äußere Schlüsselbeinende abgetragen, so dass der schmerzhafte Gelenkkontakt beseitigt wird.

  • Der Eingriff wird meist ambulant durchgeführt .
  • Die krankengymnastische Behandlung läuft über 3-12 Wochen.
  • Der Sportbeginn ist nach ca. 3 Wochen möglich.
  • Der Arbeitsausfall beträgt bei leichter Arbeit 1-2 Wochen, bei schwerer Tätigkeit über 6 Wochen.

Falls Kalkablagerungen in den Sehnen schmerzhaft werden, sollte, in Abhängigkeit des Stadiums, die entsprechende Therapie eingeleitet werden. Nur bei schmerzhaften Verläufen, die auf Behandlungen wie Krankengymnastik, Injektionen, Nadelungen oder Stoßwellentherapie nicht reagieren, ist eine operative arthroskopische Entfernung des Kalkherdes angezeigt.

Mit kleinen Geräten wird das pastöse Kalkdepot entleert und abgesaugt.

  • Der Eingriff wird meist ambulant durchgeführt .
  • Die krankengymnastische Behandlung läuft über 3-12 Wochen.
  • Sportbeginn ist nach ca. 3 Wochen möglich.
  • Der Arbeitsausfall beträgt bei leichter Arbeit 1-2 Wochen, bei schwerer Tätigkeit über 6 Wochen.

Die Defektbildung der Oberarmsehne (Rotatorenmanschette) ist eine häufige Erkrankung, da die Sehne einem abnutzungsbedingtem Alterungsprozess unterliegt und neben einer Ausdünnung auch schmerzlos einreißen kann. Eine operative Therapie ist arthroskopisch möglich.

Andererseits können Stürze zu Abrissen der Sehne führen und bedingen dann eine sofortige Bewegungseinschränkung und Schmerzen. Als erste Maßnahme sind konservative Behandlungsarten (z.B. Krankengymnastik, Schmerzmittel, Injektionen) sinnvoll. Können allerdings Schmerzen und Funktion nicht gebessert werden, sollten operative Maßnahmen, die überwiegend minimal invasiv arthoskopisch eingesetzt werden können, erörtert werden.

Können große Sehnendefekte bei aktiven und beruflich beanspruchten Patienten nicht behandelt werden, sollten Muskeltransferoperationen erörtert werden. Erfolgreich sind hier der Versatz der großen Rückenmuskelsehne (M. latissiumus dorsi) im Falle von oberen und hinteren Defekten oder auch die Sehnenanteile des großen Brustmuskels (M. pectoralis major), wenn der Defekt der Rotatorenmanschette vorne liegt. Die entstehenden Einbußen der ursprünglichen Muskelfunktion sind nicht besonders ausgeprägt, der Gewinn nach entsprechender Einheilungs- und Umgewöhnungsphase meistens recht ansprechend.

Ein gleichzeitig vorliegendem Gelenkverschleiß aufgrund eines lang bestehenden Sehnendefektes sind aufwendigere Techniken notwendig. Da eine Sehnennaht nicht mehr erfolgreich ist, müssen spezielle Schulterprothesen (z.B. Inverse Prothesen) eingesetzt werden, die einerseits die Sehnenfunktion und andererseits die Schmerzen der Arthrose kompensieren.

  • Die Eingriffe werden ambulant oder kurz stationär durchgeführt.
  • Die krankengymnastische Behandlung läuft in der Regel über 6 bis 24 Wochen.
  • Leichte sportliche Tätigkeiten sind ab der 6. Woche möglich.
  • Der Arbeitsausfall beträgt bei leichter Arbeit 3 Wochen, bei schwerer Tätigkeit mindestens 12 Wochen.
  • Je nach Rissgröße und Eingriff muss eine längere Behandlungsdauer in Kauf genommen werden.
  • Der Einsatz von Schulterprothesen verlangt eine längerfristige Nachbehandlung. Darüber hinaus sind regelmäßige Kontrollen der Implantate nötig.

Viele Ursachen können zu Veränderungen der Gelenkflächen mit Knorpelabbau (Arthrose) führen. Auch können Oberarmtrümmerbrüche, langjährige Medikamenteneinnahmen oder Schulterverrenkungen Ursachen des Knorpelverschleißes. Die meisten Arthrosen treten jedoch ohne erkennbare Ursachen auf. Schmerzen nach Belastungen und starke Bewegungseinschränkungen sind häufig charakteristische Zeichen. Können die Schmerzen nicht mehr ohne Schmerzmittel oder Injektionen (Kortison oder Hyaluronsäure) ertragen werden, sollte hier der Gelenkersatz (Endoprothese) als wichtige Therapieoption angesprochen werden.

Welches Prothesenmodell (Total-, Hemi-, Cup-, Kalotten- oder Inverse Prothese) zum Einsatz kommt, hängt von der Art und dem Stadium der Arthrose sowie von dem Zustand des Weichteilmantels ab.

Die Eingriffe werden stationär (ein bis zwei Wochen) in einem Schulterzentrum von einem Schulterspezialisten durchgeführt. Die Nachbehandlung beträgt 3 bis 9 Monate. Der Arbeitsausfall beträgt bei leichter Arbeit 6 Wochen, bei schwerer Tätigkeit über 3 Monate. Jährliche Kontrollen der Implantate sind zur Überprüfung von eventuellen Lockerungen oder Materialverschleiß sinnvoll.

Folge einer Verrenkung kann ein Schaden der Kapsel, der Gelenkpfanne mit ihrer bindegewebigen Verstärkungsumrandung (Labrum) sein. Ein derartiger Schaden kann zu einer Instabilität des Gelenkes mit weiteren Luxationen führen. Je nach Alter und sportlicher Ambition ist hier eine Stabilisierungsoperation ratsam.

Die arthroskopische Technik ermöglicht über kleine Hautschnitte diese Verletzungen zu erkennen und sicher zu behandeln. Abgerissene oder überdehnte Strukturen können angenäht und gerafft werden, ohne zusätzlichen Hautschnitt. 

Sind größere knöcherne Defekte der Pfanne eingetreten oder besteht eine ausgeprägte Kapselschwäche (Laxizität), müssen ergänzende Techniken und ggf. auch Knochenanlagerungen mit einem Span vom Beckenkamm oder der Versatz des Coracoides (Technik nach Latarjet) überdacht werden, können aber auch arthroskopisch eingesetzt werden.

Bei Wurfsportlern (sog. Werferschultern) oder Kletterern sind ebenfalls schmerzhafte Veränderungen der Kapselstrukturen und Labrumverletzungen bekannt, die häufig auf einer ständigen Belastung beruhen. Auch mit neueren bildgebenden Verfahren, wie die Kernspintomographie, können solche Verletzungen, wie z.B. Bizepssehnenankerläsionen (sog. SLAP Läsionen) nur in Verbindung mit einer klinischen Schmerzbild gewertet werden. Mit arthroskopischen Verfahren lassen sich diese Veränderung darstellen und entsprechend behandeln.

  • Die Eingriffe werden ambulant oder kurz stationär durchgeführt.
  • Zur Einheilung ist eine Schonung für 2 bis 3 Wochen angeraten, die Physiotherapie wird direkt postoperativ eingeleitet.
  • Leichte sportliche Betätigungen sind nach 3 Wochen möglich.
  • 3 Monaten Sportarten ohne direkten Körperkontakt.

Bei Stürzen können die äußeren Bandverbindungen des Schlüsselbeines in unterschiedlicher Ausprägung verletzt werden.

Teilrisse oder Überdehnungen können konservativ behandelt werden. Während der deutliche Hochstand des Schlüsselbeines nach Rissen aller Bänder neben kosmetischen auch funktionelle Einbußen hinterlassen kann. In diesen Fällen kommt ein arthroskopischer Eingriff mit operative Einrichtung und  Verstärkung der Bänder zur Anwendung.

Auch bei chronischen Verletzungen oder als Rezidivfolgen nach Operationen, können arthroskopisch unterstützte Verfahren vorteilhaft eine Bandverstärkung und biologischer Sehnenverstärkung zur Stabilisierung des äußeren Schlüsselbeinendes eingesetzt werden.

Die Bewegung und Belastung des Armes wird nach derartigen Operationen für ca. 6 Wochen begrenzt. Danach findet die Steigerung der Belastung statt

Der Bruch des Schlüsselbeines (Clavicula) ist bei größerer Verschiebung (Dislokation) der Bruchenden sehr schmerzhaft und auch mit einer sichtbaren Fehlheilung bei nicht operativer Therapie verbunden. Vorteile durch minimale Zugänge mit kleinen Nägeln. 

Gerade Verkürzungen des Schlüsselbeines können über die Zeit Probleme in der Schulter bereiten. Deswegen kann vielfach in Abwägung eines geringen Risikos zu einer Schienung des Bruches mit einem schmalen Titanmarknagel geraten werden. Die Vorteile eines schnellen Schmerzrückganges sowie einer besseren Kosmetik als eine Verplattungsoperation (Plattenosteosynthese) wurden in Studien belegt. Der Nagel wird über einen sehr kleinen Hautschnitt in den Knochen eingebracht und über die Bruchstelle vorgeschoben. Durch eine Verklemmung im Knochen wird auch eine Verschiebung des Nagels eingegrenzt. Nach Bruchheilung kann der Nagel u.U. in Lokalanästhesie entfernt werden. Eine besondere Ruhigstellung ist nicht erforderlich, lediglich sind Armhebungen über Kopf einzuschränken.

Diese Methode kann auch bei ausbleibender Knochenbruchheilung (sog. Pseudarthrose des Schlüsselbeines) oder Fehlheilung erfolgreich eingesetzt werden.

Bestehen bei einem Oberarmkopfbruch ausgeprägte Verschiebungen der Bruchteile, so kann nicht zuletzt zur schnelleren Bewegungseinleitung ohne langwierige Ruhigstellung eine operative Knochenbruchstabilisierung (Osteosynthese) durchgeführt werden.

Neuere Implantate (Platten oder Nägel) bieten eine gute Festigkeit auch bei osteoporotisch verändertem Knochen.

Starke Zerstörungen der Gelenkflächen werden mit einer Oberarmkopfprothese besser versorgt, da hierdurch längerfristig weniger Schmerzen bestehen.

Die Eingriffe werden stationär (ein bis zwei Wochen) durchgeführt. Die Nachbehandlung beträgt 3 bis 9 Monate. Der Arbeitsausfall beträgt bei leichter Arbeit 6 Wochen, bei schwerer Tätigkeit über 3 Monate. Jährliche Kontrollen der Implantate sind zur Überprüfung von eventuellen Lockerungen sinnvoll.

Schulter

Die Schulter gehört zu den beweglichsten Gelenken des Körpers. Deshalb kann es an der Schulter auch leichter zu Verletzungen und degenerativen Abnützungen kommen. Der Schwerpunkt wird von Dr Mark Kettler geleitet. 

 


Insbesondere Sehnenrisse aber auch Luxationen (Verrenken) sind neben Knochenbrüchen häufige Verletzungen, die einen Behandlungsschwerpunkt darstellen.  Besteht Aussicht auf Erfolg mit einer konservativen Therapie, wird diese in erster Linie mit Medikamenten, Injektionen oder Physiotherapie umgesetzt. Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg, kann in vielen Fällen ein Eingriff mit Gelenkspieglung (arthroskopischer Technik) weiterhelfen.
Zu unseren hochspezialisierten Leistungen bei Beschwerden an der Schulter gehören neben der Versorgung von Rissen der Sehne (Rotatorenmanschettenruptur) und Verrenkungsfolgen (Schultergelenkluxation), die Entfernung von Kalkablagerungen, die Behebung des Engpass-Syndroms (Impingement), der künstliche Gelenksersatz samt Wechseloperationen des künstlichen Gelenks und die Versorgung von Brüchen des Schlüsselbeins und des Oberarmkopfes. Seit 2014 ist die Abteilung zum Schulterzentrum der Deutschen Vereinigung für Schulterchirurgie (DVSE) ernannt worden. 

 

Unser Flyer “Schulterschmerzen” kann heruntergeladen werden:

Flyer Schulterschmerzen

Mit zunehmendem Alter und einer verstärkten Abnutzung wird die Oberarmsehne (Rotatorenmanschette) geschwächt und kann reißen, ohne dass hierbei ein Sturz zugrunde liegen muss. Die Folgen sind meist Schmerzen und eine Einschränkung in der Bewegung. 

 


Bessern sich Funktion und Schmerzen durch Krankengymnastik, Schmerzmittel und Injektionen nicht, kann der Riss arthroskopisch genäht werden. Bei größeren Sehnendefekten mit entsprechendem Funktionseinschränkungen können auch größere Muskelansätze (zum Beispiel der Rückemmuskel (Latissimus dorsi ) oder der große Brustmuskel (Pectoralis) versetzt werden.

Entzündliche Veränderungen des Schleimbeutels und der Sehnen der Rotatorenmanschette können bei Bewegung zu Schmerzen führen, die in den Oberarm ausstrahlen. Lassen sich die Schmerzen bei dem Engpass-Syndrom (Impingement) durch Medikamente, Injektionen und Krankengymnastik nicht einschränken, können der entzündete Schleimbeutel arthroskopisch entfernt und einengende Anteile des Schulterdaches geglättet werden.

Oberarmtrümmerbrüche, langjährige Medikamenteneinnahmen oder Schulterverrenkungen können den Knorpelverschleiß (Arthrose) im Schultergelenk zur Folge haben. Meist treten die mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbundenen Arthrosen jedoch ohne erkennbare Ursachen auf. Können die Patientinnen und Patienten die Schmerzen nur mehr mit Schmerzmitteln ertragen, sollte über einen Gelenkersatz nachgedacht werden.

Dr. Mark Kettler hat sich seit über fünfzehn Jahren auf die Behandlung des Schultergelenks spezialisiert. Seit der Einrichtung eines Schwerpunktes für Schulterchirurgie (2006) und Ernennung zum Schulter- und Ellenbogenzentrum (der DVSE) werden jährlich über 500 Eingriffe an der Schulter durchgeführt. Neun von zehn Schultereingriffen sind dabei arthroskopische Operationen. 

 

Die so genannte Schlüssellochchirurgie ermöglicht insbesondere bei Rissen an der Schultersehne oder bei einem Engpass-Syndrom gewebeschonende Eingriffe mit sehr kleinen Hautschnitten. Diese Operationen können zum Teil ambulant durchgeführt werden.  Bei Rissbildungen an den tiefen Schultersehnen (Rotatorenmanschette) empfehlen wir unseren Patienten einen kurzen stationären Aufenthalt, um eine optimale Schmerzbehandlung zu bieten und die Physiotherapie zu instruieren.

Bei einer fortgeschrittenen Arthrose gibt es die Möglichkeit eines Schultergelenkersatzes. Von der Art und dem Stadium der Arthrose sowie vom Zustand der Sehnenbeschaffenheit hängt es ab, welches Prothesenmodell eingesetzt wird. Im Falle von Lockerungen oder Verschleiß von Prothesenteilen werden Wechseloperationen angeboten. Da eine gelenkersetzende Operation ein größerer Eingriff ist, kann der stationäre Aufenthalt über eine Woche andauern.

 

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Wird die Schulter nicht bewegt, steift das Gelenk ein. Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass sich dem Eingriff unmittelbar die Physiotherapie anschließt.


 

Die Art der Nachbehandlung hängt immer vom Patienten und dem jeweiligen Eingriff ab. Insbesondere nach arthroskopischen Eingriffen an den Sehnen ist meist eine ambulante Krankengymnastik ausreichend. Nach einer Schonfrist, in der das Gelenk eher passiv bewegt wird, beginnt nach fünf bis sechs Wochen die aktive Phase, in der das Gelenk wieder an die volle Belastung und Funktionsfähigkeit herangeführt wird.

Bei einem größeren Eingriff wie z.B. einem Gelenkersatz der Schulter, kann auch eine Reha sinnvoll sein. Damit das Gelenk optimal einheilen kann, wird der betroffene Arm für wenige Wochen mittels einer Schlinge oder Kissen gelagert. Damit die Schulter aber ihre Beweglichkeit erhält, wird schon am ersten Tag nach der Operation mit einer vorsichtigen Krankengymnastik begonnen.