Infotreff Gesundheit: Wirbelsäulentherapie am 20.4.2015

Wirbelsäulentherapie – ein Überblick über operative und konservative Verfahren

Der „In­fo­treff Ge­sund­heit“ am 20. April ab 18 Uhr dreht sich um die Wir­bel­säu­le. Dr. Ste­phan Noe gibt einen Über­blick über Sinn und Un­sinn von ope­ra­ti­ven und kon­ser­va­ti­ven Ver­fah­ren.

Wir­bel­säu­len­er­kran­kun­gen sind nicht nur schmerz­haft, son­dern schrän­ken die Le­bens­qua­li­tät im Laufe der Er­kran­kung zu­neh­mend ein. „Ge­le­gent­lich tre­ten auch neu­ro­lo­gi­sche Aus­fäl­le wie Ge­fühl­stö­run­gen oder Schwä­che in den Bei­nen auf“, be­rich­tet Noe. Die Be­trof­fe­nen sind hoch­gra­dig in ihren all­täg­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten ein­ge­schränkt, kön­nen teil­wei­se das Haus nicht mehr ver­las­sen. Als Wir­bel­säu­len­spe­zia­list weiß er um die hohen An­sprü­che an Mo­bi­li­tät und Ak­ti­vi­tät, auch bei äl­te­ren Men­schen: „Die An­for­de­run­gen an die Me­di­zin stei­gen kon­ti­nu­ier­lich. Neben der kon­ser­va­ti­ven, sym­pto­ma­ti­schen The­ra­pie und Schmerz­the­ra­pie re­agiert die mo­der­ne Or­tho­pä­die mit viel­fäl­ti­gen ope­ra­ti­ven The­ra­pi­en. Ins­be­son­de­re die mi­kro­chir­ur­gi­schen Tech­ni­ken er­lan­gen wegen des mi­ni­mal­in­va­si­ven Cha­rak­ters neben den ‚gro­ßen‘ Ein­grif­fen eine zu­neh­men­de Be­deu­tung.“

Mit der In­fo­treff-Ver­an­stal­tung be­geg­net der Arzt auch der in letz­ter Zeit immer wie­der auf­tre­ten­den Kri­tik, dass in Deutsch­land zu viel und zu schnell ope­riert werde. „Ich möch­te auf­zei­gen, wann ope­ra­ti­ve Ver­fah­ren wirk­lich Bes­se­rung ver­spre­chen oder wann kon­ser­va­ti­ve Me­tho­den heran ge­zo­gen wer­den soll­ten.“ Denn Pro­ble­me an der Wir­bel­säu­le spre­chen zu­nächst durch­aus auf Maß­nah­men an wie Kran­ken­gym­nas­tik oder Sport, ver­bun­den mit Ge­wichts­re­duk­ti­on. „Man­che Er­kran­kun­gen aber kön­nen nur durch eine Ope­ra­ti­on ge­heilt wer­den. Hier möch­te ich auf­klä­ren“, be­tont der Or­tho­pä­de und Wir­bel­säu­len­chir­urg. In sei­nem Vor­trag the­ma­ti­siert er die häu­figs­ten Krank­heits­bil­der in die­sem Be­reich, wie den Band­schei­ben­vor­fall im Hals- und Len­den­be­reich, er­läu­tert sinn­vol­le, aber auch we­ni­ger sinn­vol­le ope­ra­ti­ve Tech­ni­ken sowie kon­ser­va­ti­ve und me­di­ka­men­tö­se Be­hand­lun­gen.

Die kos­ten­lo­se Reihe „In­fo­treff Ge­sund­heit“ rich­tet sich an in­ter­es­sier­te Münch­ner Bür­ger. Eine An­mel­dung ist nicht er­for­der­lich. Die Vor­trä­ge fin­den re­gel­mä­ßig zwei­mal im Monat mon­tags ab 18.00 Uhr, in der Aula der Schwes­tern­schaft Mün­chen vom BRK e.V. am Rot­kreuz­platz 8 statt.