Säuglings-Hüftscreening

Mit einer Ultraschalluntersuchung des Hüftgelenks lassen sich bei Neugeborenen frühzeitig und sicher Fehlanlagen (Hüftdysplasie) und angeborene Verrenkungen der Hüfte (Hüftluxation) diagnostizieren.


Durch eine schmerzfreie und für die Neugeborenen kaum belastende Abspreizbehandlung kann ggf. die Form des Hüftgelenks innerhalb von wenigen Monaten normalisiert werden. Im Erwachsenenalter sind dann keine Spätfolgen der angeborenen Hüfterkrankung zu erwarten.

Bei einer Hüftdysplasie ist die Hüftgelenkspfanne zu flach angelegt oder nur unvollständig ausgereift. Wird diese Fehlanlage zu spät erkannt oder nicht behandelt, kommt es zu Funktionsstörungen.

Lernt das Kind nicht richtig Laufen oder treten Gangbildstörungen auf, sind das Anzeichen einer Hüftdysplasie. Durch die ungleichmäßige Druckverteilung im Gelenk verschleißt die Hüfte schneller. Schon im Alter von zwanzig Jahren können dann aufwändige Operationen wie eine Becken-3-fach-Osteotomie oder der Einbau eines künstlichen Hüftgelenks notwendig sein.

Das Hüftscreening gehört seit Jahren zu den Vorsorgeuntersuchungen des Kindes (Begleituntersuchung bei der „U3“ im Alter von 4-6 Wochen). Nicht nur bei Risikokindern sollte allerdings bereits in den ersten Tagen nach der Geburt ein sonographisches Hüftscreening durchgeführt werden. Auf der Neugeborenenstation der Frauenklinik Taxisstraße (Rotkreuzklinikum München) wird der Hüftultraschall von uns durchgeführt und ist Teil der regulären orthopädischen Neugeborenenuntersuchung.