Fuß

Bestehen Fußprobleme trotz konservativer Therapie fort, sind Korrektureingriffe am Vorfuß häufig unumgänglich.

Vorfußchirurgie

Fehlstellungen der Zehen im Sinne eines Hallux Valgus, einer Hammer-, Krallen- oder Klauenzehe, sind häufige Ursache für Belastungsschmerzen am Fuß.

Eine Einlagenversorgung oder Schuhzurichtung kann bei diesen Veränderungen meist nur zu einer vorübergehenden Beschwerdebesserung führen. Langfristig sind Korrekturoperationen erforderlich. Art und Ausmaß der Fehlstellung bestimmen das Operationsverfahren. Die zur Verfügung stehenden Operationsmöglichkeiten sind Korrekturosteotomien, Knochenresektionen und Versteifungen.

Als Nachbehandlung ist in der Regel eine Teilbelastung für einige Wochen in einem Spezialschuh notwendig.

Hallux valgus

Der Hallux valgus ist eine Fehlstellung des ersten Fußstrahls. Der erste Mittelfußknochen weicht dabei nach innen ab und der Großzeh nach außen. Es entsteht so eine knöcherner Vorsprung am Großzehengrundgelenk, der als Ballen bezeichnet wird. Treten neben dieser Fehlstellung auch noch Schmerzen auf, so empfehlen wir die Korrekturoperation.

Abhängig vom Ausmaß der Fehlstellung können körpernahe (Basisosteotomie) oder körperferne (Chevron Osteotomie) Knochenschnitte am Mittelfußknochen durchgeführt werden, um so durch eine Verschiebung der entstandenen Knochenteile eine Verbesserung der Zehenausrichtung zu bewirken. Ist eine ausreichende Korrektur erreicht worden, werden die Knochenstücke durch eine Schraube, Klammer oder Platte fixiert.

Zur Nachbehandlung ist eine Entlastung des Operationsgebietes mit einem Spezialschuh notwendig. Dieser sollte für 6-8 Wochen getragen werden. Danach kann ein weicher, weiter Schuh getragen werden. Für die nächsten 3 Monate sind immer wieder auftretende Schwellneigungen keine Seltenheit.

Hallux rigidus

Der Hallux rigidus ist eine beginnende Versteifung des Großzehengrundgelenkes durch arthrotische Veränderungen. Abhängig vom Ausmaß der Versteifung kommen unterschiedliche Behandlungsoptionen zur Anwendung. Im Anfangsstadium kann das Abrollverhalten des Großzehengrundgelenkes durch eine Versteifung der darunter liegenden Schuhsohle – einer Hallux rigidus Feder – moduliert werden. Wird hierdurch keine Beschwerdebesserung erzielt, kommen operative Verfahren zum Zuge wie Abtragung der Osteophyten oder eine Versteifung des Großzehengrundgelenkes durch zwei gekreuzte Schrauben in 10 -15° Beugung des Großzehengrundgelenkes.

Die Nachbehandlung beinhaltet einen Vorfußentlastungsschuh abhängig von der Operation.
Danach ist eine Vollbelastung des Vorfußes wieder möglich.

Kleinzehendeformität

Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Korrektur einer Hammerzehe. Zu den in unseren Händen erfolgreichsten Operationen sind die Op n. Weil, Op n. Hohmann und die Versteifung des Kleinzehenmittelgelenkes zu sehen.

Alle Operationen bedürfen einer vorübergehenden Ruhigstellung im Verbandsschuh oder Vorfußentlastungsschuh. In der Regel wird dieser für 4-6 Wochen getragen. Danach steht einem Tragen von regulärem Schuhwerk nichts mehr im Wege.

Folgende Information steht als Download zur Verfügung:

Der Hallux Valgus und seine Korrekturmöglichkeiten

Sprunggelenkschirurgie

Ein Verdrehunfall am oberen Sprunggelenk führt abhängig vom Verletzungsmechanismus zu Schäden am Weichteilmantel bzw. Knochen. Gelegentlich kann eine Rekonstruktion des Bandapparates notwendig werden. Außenknöchelfrakturen müssen abhängig von der Bruchstelle ebenfalls operativ behandelt werden.
Gelenkspiegelungen (Sprunggelenksarthroskopie) mit dem Ziel von Gewebeglättung sind bei Erkrankungen des Gelenkraumes im Sprunggelenk denkbar.
Welche Versorgungsart angewandt wird hängt im Wesentlichen vom bildgebendem Befund ab. Wenn eine Operation notwendig ist erfolgt die Nachbehandlung mit einer vorübergehenden Ruhigstellung. 
Wurde der Patient operiert, erfolgt die Metallentfernung in der Regel nach einem Jahr.