Knieendoprothetik

Kniegelenksverschleiß ist ein fortschreitendes Krankheitsbild des älteren Menschen. Es kommt es zu einer zunehmenden Zerstörung des Gelenkknorpels, die den an-grenzenden Knochen sowie die umgebenden Weichteile mit einbezieht.
Beim Gelenkersatz werden die zerstörten Gelenkanteile entfernt und durch künst-liche Gelenkkomponenten ersetzt. Ziel ist die Schmerzfreiheit unter Erhalt der Knie-gelenksfunktion. Die Art der Prothesenverankerung ist abhängig vom Alter und der Knochenqualität und kann entweder zementfrei oder zementiert sein. Beide Ver-ankerungsmöglichkeiten gewährleisten eine hohe Anfangsstabilität um eine rasche Mobilisation zu erreichen.
Die Lokalisation und das Ausmaß der Kniegelenksarthrose bestimmen das zur Anwendung kommende Prothesenmodel. Liegt eine umschriebene, auf eine Oberschenkelkufe begrenzte Arthrose vor, kommt die sog. unikondyläre Schlittenprothese zum Einsatz. Betrifft die Arthrose beide Gelenkkompartimente kommt eine sog. Doppelschlittenprothese zur Anwendung. Die von uns heute implantierte Doppel-schlittenprothese verwenden wir seit 15 Jahren und basiert auf einer seit 25 Jahren kontinuierlich fortentwickelten Technologie nämlich den sog. mobilen Gleitlagern. In beiden Fällen werden die arthrotisch veränderten Gelenkflächen ersetzt unter Erhalt des Bandapparates. In seltenen Fällen, muss bei einem hochgradigen Verschleiß der Gelenkflächen und einem geschwächtem Bandapparat ein teilgekoppeltes bzw. gekoppeltes Prothesensystem implantiert werden.
Nach der Operation können unsere Patienten sofort mit der krankengymnastischen Beübung beginnen. Je nach Verlauf, kann nach ungefähr 14 Tagen die Entlassung in die Anschlussheilbehandlung erfolgen, wobei das neue Gelenk in der Regel bereits voll belastbar ist.

  • der Eingriff erfolgt stationär für ca. 12 Tage
  • Duschen 2 Tage nach Fadenzug  
  • die krankengymnastische Behandlung läuft über ca. 12 Wochen
  • Sportbeginn ist nach 3 Monaten möglich
  • Arbeitsausfall beträgt bei leichter Arbeit 8 Wochen, bei schwerer Tätigkeit über 12 Wochen.  
  • Autofahren nach Vollbelastung erlaubt

Info zum Download

zurück