Septische Revisionsendoprotheik

Die Hüftprotheseninfektion stellt eine der schwerwiegendsten Komplikationen in der Hüftendoprothetik dar. Sie kann unmittelbar nach der Prothesenimplantation, aber auch erst Jahre später auftreten. Abhängig von der Art und dem Zeitpunkt der Infektion richten wir unsere Wechseloperationsstrategie aus. In der Regel bevor-zugen wir den sog. "zweizeitigen" Wechsel:
Vor der operativen Sanierung des Infektes führen wir zuerst eine Keimbestimmung mittels Hüftgelenkspunktion durch um  eine gezielte Antibiotikabehandlung einleiten zu können. Ist der Keim bekannt kann der Endoprothesenwechsel durchgeführt werden. Die infizierte Hüftendoprothese wird entfernt und eine Übergangsprothese - ein sog. Hüftspacer - implantiert. Dieser soll als vorübergehender Platzhalter einer Muskelverkürzung vorbeugen und durch eine testgerechte, antibiotikahaltige Zementbeladung eine hohe Antibiotikakonzentration im ehemaligen Prothesenlager bewirken. Um den Hüftgelenksinfekt vollständig zu beseitigen, wird gleichzeitig eine mehrwöchige Antibiotikabehandlung durchgeführt.
Durch den Hüftspacer kann eine frühzeitige Mobilisation unter Teilbelastung begonnen werden. Nach sicherem Abklingen der Entzündungszeichen wird der Platzhalter durch eine neue Prothese ersetzt.

  • der Eingriff erfolgt stationär nach Rücksprache
  • Duschen 2Tage nach Fadenzug  
  • krankengymnastische Beübung nach Rücksprache
  • Arbeitsausfall nach Rücksprache
  • Autofahren nach Rücksprache 

zurück