Minimalinvasive Hüftchirurgie
Ist im Rahmen der Arthrose eine Linderung der Gelenkschmerzen bzw. eine Ver-besserung der Gelenkfunktion mit konservativen Maßnahmen nicht mehr möglich, besteht die Notwendigkeit zum Hüftgelenkersatz.
Abhängig vom Alter und der Knochenqualität verwenden wir entweder eine zementfreie oder zementierte Hüftendoprothese. Die Prothesenimplantation erfolgt über einen gewebeschonenden, minimal-invasiven Zugang (Schlüssellochtechnik) in der modifizierten Technik nach Watson Jones in Rückenlage. Die gewählte Länge der Inzision ist dabei so klein wie möglich, aber immer so groß, dass eine sichere Positionierung der Implantate gewährleistet bleibt. Nur in Ausnahmefällen ist ein längerer Hautschnitt notwendig. Das Besondere unseres Zugangs ist, dass die Muskeln nicht wie bei den herkömmlichen Zugängen vom Knochen abgelöst werden sondern ohne Ablösung zur Seite geschoben werden. Durch den kleineren Haut-schnitt entsteht weniger Weichteilschaden bzw. Blutverlust.
Der Zugang ermöglicht somit eine deutlich schnellere Mobilisation des Patienten. Abhängig vom Verlauf kann die Entlassung in die REHA bereits nach etwa eineinhalb Wochen erfolgen.
- der Eingriff erfolgt stationär für ca. 12 Tage
- Duschen 2 Tage nach Fadenzug
- die krankengymnastische Behandlung läuft über ca. 12 Wochen
- Sportbeginn ist nach 6-12 Monaten möglich
- Arbeitsausfall beträgt bei leichter Arbeit 8 Wochen, bei schwerer Tätigkeit über 12 Wochen
- Autofahren nach Vollbelastung erlaubt

