Orthopädie der oberen Extremität:
Seit der Einrichtung eines Schwerpunktes für Schulterchirurgie im Jahr 2006 werden mit steigender Fallzahl jährlich weit über 350 Eingriffe an der Schulter durchgeführt. Dabei können die meisten Therapien in Schlüssellochverfahren (arthroskopisch) operiert werden.
Zum Spektrum zählen aber auch Operationen, wie der künstliche Gelenkersatz (Schulterprothese) mit individuell angepaßten Endoprothesenmodellen, Wechseloperationen von Prothesen und Muskelersatzoperationen.
In Folge von Verletzungen an Sehnen, Bändern oder Knochen wird mittels entsprechenden diagnostischen Mitteln analysiert, ob eine Operation überhaupt notwendig oder sinnvoll ist. Falls ein operatativer Eingriff indiziert ist, wird überprüft, ob dieser mit arthroskopischen Verfahren oder auf minimal invasive Weise operiert werden kann.
Bei Knochenbrüchen werden moderne Implantate eingesetzt, die eine hohe Stabilität aufweisen und eine sofortige Übungsbehandlung erlauben, über kleine Hautschnitte eingebracht.
Über die wesentlichen Krankheitsbilder und deren Behandlungsmöglichkeiten können Sie sich im Folgenden informieren:
Schulter
Wurden vor Jahren Schultererkrankungen als mehr oder weniger schicksalhaft dargestellt, können heutzutage differenzierte Untersuchungstechniken (z.B. Sonographie und Kernspintomographie) helfen, Krankheitsbilder besser zu erkennen und entsprechend zu therapieren. Dies gilt für die häufig auftretenden Schmerzsyndrome unter dem Schulterdach wie auch für Sportlerverletzungen besonders im Ball- und Klettersport. In erster Linie wird versucht, mit nicht operativen (konservativen) Maßnahmen eine Verbesserung zu erzielen. Bleibt ein Erfolg aus kommen operative Verfahren in Betracht. Hier ist ein wesentlicher Schwerpunkt einer modernen Schulterabteilung die arthroskopische Naht von Sehnenverletzungen und Verrenkungsfolgen. Die Behandlung eines Knochenbruches am Oberarmkopf, dem Schlüsselbein oder der Gelenkpfanne kann mit minimal invasiven Techniken schmerzarm durchgeführt werden. Die schmerzhafte Arthrose des Schultergelenkes lässt sich mit modularen Schulterprothesen - angepasst an die individuellen Gegebenheiten - therapieren. Auch Wechseloperationen von Prothesen (sog. Revisionseingriffe) gehören zum Spektrum unserer Spezialabteilung.
Ellenbogen
Auch bei vielen Ellenbogenerkrankungen können arthroskopische Operationstechniken vorteilhaft eingesetzt werden. Viele Operationen (z.B. Behandlungen bei Epicondylitis humeri radialis (sog. Tennisarm), Entfernung von freien Gelenkkörpern und Gelenkschleimhautveränderungen oder Lösungen von Einsteifungen) lassen sich arthroskopisch durchführen. Die Behandlung von Gelenkbrüchen ist mit Schrauben oder modernen Platten sicher zu bewerkstelligen. Knorpelschädigungen lassen sich durch unterschiedliche Verfahren z.T. arthroskopisch behandeln. Auch der endoprothetische (künstliche) Gelenkersatz des Ellenbogens bei starkem Knorpelverschleiß ist ein Bestandteil des Behandlungsspektrums.
Hand
Auf dem Gebiet der Handchirurgie lassen sich viele operative Leistungen über kleine Schnitte (minimal invasiv) vornehmen und können ambulant durchgeführt werden. Die Eingriffe werden unter Vergrößerung durch eine Lupenbrille durchgeführt, um die kleinen Nerven- und Gefäßstrukturen sicher zu schonen. Eingriffe bei Handgelenksschmerzen werden vielfach mit der Handgelenksarthroskopie (Schlüssellochtechnik mit einer kleinen Kamera) durchgeführt. Der Vorteil liegt in der Sicherung der Diagnose bei gleichzeitiger Behandlungsmöglichkeit. Verschobene oder instabile Knochenbrüche am Handgelenk, Unterarm und der Hand können mit stabilen Implantaten (Platten oder Schrauben) versorgt werden.
Unfallchirurgie
- Operative Behandlung von Knochenbrüchen und Gelenkverletzungen
- Behandlung von Folgeerkrankungen
- Entfernung von Implantaten





